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Auch wenn ich es maßlos verkacke

  • 24. Mai 2009 at 10:13 PM

Sitze derzeitig bei meiner neuen Sonntagsbeschäftigung, die ich mir ab heute im Zweiwochentakt antun werde. Sitze in der Gastro vom Licht- und Luftbad und gebe den Mitgliedern Kaffee und Bier aus und leihe bei Weilen mein Ohr. Kassiere den paar verstreuten Tagesbesuchern den Geld für eine Tageskarte ab. Im Groben aber Ganzem bleibt mir aber mehr Zeit als mir Lieb ist, für einen Sonntag allerdings mehr als passend wirkt. So kam ich durch den Freizeitüberschuss auf die Idee meinen Senf vom Stapel zu lassen und schreibe mal wieder vollkommen ohne Thema geschweige denn Idee vor mich hin um es später zu veröffentlichen.

Jeder der sich hin und wieder der Literatur hingibt, weiß wie wichtig die Umschreibung und Darstellung der Szenerie ist. Ist mir aber zu blöd. Kurz zusammengefasst sitze ich auf einem Hocker an unserer Bar, auf der richtigen Seite, neben mir Zapfhahn und, Thermoskanne, die beiden Luken vor mir sind weit geöffnet und die Markise reicht bis zum ersten großen und gelben Zelt vor dem mir mehrere kleine Tannen die Sicht auf zwei lauthals palavernde Mitglieder versperren. Ansonsten unsere neu gebaute Bühne im Hintergrund und erwartungsgemäß viel Bäume und Vogelgezwitscher. Im Allgemeinen alles sehr grün um es kurz zu fassen.

Da ich mir nun aber grade eine Zigarette gedreht und diese auch angesteckt habe, ist mein Schreibfluss mal wieder versaut. In den Überlegungen wie ich weiterschreiben sollte kam ich zumindest darauf, was ich nie (naja vielleicht doch) wieder schreiben möchte. Ich möchte zum Beispiel nicht mehr davon berichten, dass ich nun schon wieder seit Wochen keine Nacht zur Ruhe kam und zum Teil zu stark versacke. Auch nicht, dass es das Problem mit sich zieht, dass ich zum Beginn des Abends oftmals meine philosophischste Phase des Tages habe und oftmals, gute Ideen habe, die ich unbedingt mal in einem schönen Text verewige und vor allem dadurch auch verarbeiten würde. Selten endet die Nacht aber dann vor 4h von Wochenende ganz zu schweigen und jeder noch so durchdachte und philosophische Ansatz ist passé. Warum sollte ich also davon berichten, ich hätte mir zum Beispiel ausgiebig Gedanken gemacht über die Sexualität bezogen auf der Psychologie bei Männern oder hatte an einem Abend die Idee Nikolai zu zitieren und darauf aufbauend einen sehr witzigen Text zu schreiben wenn ich noch nicht einmal weiß was genau ich zitieren wollte. Also was soll es, ich werde das nicht mehr erwähnen. Auch falls ich noch mal das ewige hin und her und dieses „Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll“ Genöhle nicht lassen sollte dreh ich bald selbst am Rad. Ganz zu schweigen davon, dass mir jeder postum auf die Fresse hauen darf sollte ich das Wort „Gefühlsachterbahn“ oder eine ähnliche Umschreibung verwenden sollte.

Aber um ehrlich zu sein glaube ich nicht, dass ich mich diesbezüglich ändern werde. Das war ein wirklich unglaublicher Übergang zu einem Thema zu dem ich wirklich, zumindest eine Kleinigkeit, niederschreiben möchte. In letzter Zeit kamen immer mal wieder Menschen auf mich zu ,redeten davon, dass sie sich verändert haben oder dies wollen. Der eine meint ihm sei aufgefallen, dass er sich noch nie so geändert habe wie in den letzten Jahre, eine andere erzählt mir, sie hätte sich grundlegend verändert und wieder eine andere will sich gerne für ihren Freund verändern. Letzteres am gestrigen Abend erst lange diskutieren müssen. Ich weiß nicht so recht was ich von solchen Aussagen halten soll. Wohl zum einem weil ich bis dato weder positiv oder negativ in diesem Fall überrascht wurde aber wohl auch weil ich nicht annehme, dass sich Menschen im Grunde ändern können. Vielmehr glaube ich, dass man an seiner Einstellung oder gar an seinen (Lebens-) zielen arbeiten kann. Das wirkt sich dann zwar auch darauf aus wie andere einen wahrnehmen. Aber das hat noch lange nicht eine Änderung des Charakters zu folge. Sollte das möglich sein, ich möchte das ja bei weitem nicht ausschließen, sehe ich das ,ganz drastisch ausgedrückt, als Selbstverrat. Ich glaube halt einfach, dass eine wirkliche Veränderung seiner selbst nur mit großem Zwang und der gleichzeitigen Unterdrückung des eigenen Verhalten zu bewältigen ist. Dieses Verhalten ist gleichzusetzen mit dem Rat, den eine Freundin von ihrem Freund gekriegt hat und mir gestern, als ihre derzeitig Auffassung, erläutert wurde. Sie meinte dass sie bei allem was sie tut immer im Hinterkopf haben sollte wie andere Menschen ihr Verhalten sehen. Mal ehrlich wie welcher Menschen würde das einem anderen raten und vor seiner eigenen Freundin. Komisch, finde ich das einfach deswegen, weil meine Weltanschauung grundlegend damit zusammenhängt, dass ich vermute dass Menschen einander mögen, weil sie sich uneingeschränkt akzeptieren und sich so geben wie sie sind. Wie auch immer, vielleicht irre ich mal wieder.

Merkwürdig auf einmal habe ich doch so viel zu tun, dass ich nur noch sätzeweise abgehackt schreiben kann. Da ich mich grade mal wieder erklären muss, passt dies zu einer grausigen Überleitung zu einer weiteren groben Eigenart die mir in letzter Zeit widerfahren ist. Immer wieder habe ich das starke Bedürfnis mich und meine „Taten“ anderen gegenüber erklären muss. Dinge die ich sage scheinen unpassend, Dinge die ich tu scheinen nicht angebracht und mein Verhalten gegenüber anderen wird von selbigen fehlinterpretiert. Vielleicht ist es mir sonst nie so richtig aufgefallen, aber mir kam es nie so vor als würden ich andauernd missverstanden werden. Am schlimmsten aber ist es wenn mir etwas zu meinen Aussagen oder Meinungen zugedichtet wird. Wenn ich sage es ist so oder so bzw. ich mache das oder jenes nur aus einem Gesichtspunkt heraus, wird mir nun auf einmal immer wieder andere Beweggründe auferlegt. Ich versteh das gar nicht, warum sollte ich das eine sagen und etwas anderes mit meinem Verhalten widerspiegeln wollen? Bedeutet also, manche glauben meinen Worten nicht und noch schlimmer, meinen mich besser zu kennen und halten ihre Ansicht zu mir für wahr und ich kriege dessen Auswirkungen dann zu spüren. Aber was soll´s wie es meine Überschrift schon verdeutlicht, ich bin definitiv zufrieden und wenn ich es maßlos verkacke dann ist es halt so, ich Lebe grade ein schönes Leben, habe mit vielen großartigen Menschen zu tun, inklusiver vieler intensiver Unterhaltungen und Diskussionen. Grade auch deshalb kann ich auf vorbehalte mancher mir gegenüber verzichten. Das klingt unglaublich hochnäsig , ist es wohl auch, aber es tut mir leid, wer nicht will hat schon, wer es nicht schafft mit mir zu reden den muss ich mich auch nicht erklären. Ich lasse mir auch gerne das arrogante Arsch andichten, warum nicht?

Ich werde es halt maßlos verkacken, lebt damit !

Buchstaben über der Stadt

  • 26. Apr 2009 at 3:28 PM

Das Bedürfnis mich mal wieder von dem Gedankenwirrwarr in meinem Kopf zu befreien. Niederschreiben hilft immer, war aber nun lange nicht von Nöten. Eigentlich ist es grade auch nicht zwingend, aber nun gut.
Ehrlich gesagt, ist es in meinem Kopf grade unglaublich friedlich oder ich habe ihn tatsächlich abgeschaltet. Vieles scheint mir in letzter Zeit wieder egal geworden sein, was ich zuletzt noch als primäre Perspektiven ansah. Nun hatte der letzte Monat die unter anderem die Eigenschaft sehr sommerlich zu sein, was grob gesehen unglaublich unbedeutend ist, wäre er zugleich dadurch nicht ebenso ereignisreich gewesen.
Um genau zu sein, könnte man mir aber auch die letzten 6 Wochen aus dem Leben streichen und ich würde mit den gleichen Gedanken hier auf unserem Dach in der Sonne sitzen und mich bemühen wieder die Lust am Schreiben zu finden. Nagut, prinzipiell war das nur eine aufregende Bemerkung, Ja ja, 6 Wochen und ich bin genau so wie vorher, das ist zu Recht der größte Blödsinn den man melancholisch von sich geben kann. Ich hätte viel besser noch hinzufügen sollen, es hätte nichts geändert, mal von meinen schlechteren Leberwerten abgesehen oder so ein Mist. Meine Güte es hat sich so viel ergeben. Mein Bauch z.B. ist dicker geworden und das kommt bestimmt nicht davon, dass ich evtl. meine Essgewohnheiten geändert habe. Aber natürlich würde ich auch um nichts auf der Welt, auch nur eine Sekunde meiner Zeit streichen wollen.
Es stimmt ich sitze hier und habe scheinbar keinen Schritt vorwärts gemacht, rein theoretisch könnte man mich just mit dem Ich vor 6 Wochen austauschen und abgesehen davon, dass ich mir die Haare wieder schneiden und mich rasieren könnte wäre augenscheinlich nichts anders. Ich muss aber niemanden glaubhaft machen, dass keine Zeit vergeht, die nicht prägend für einen selbst ist. In meinem Fall würde die Überschrift "Graus und Freude zwischenmenschlicher Beziehungen" passen. Prägnant für die letzte Zeit ist, die Tatsache, wie ich manche Menschen besser kennen gelernt habe. Vor allem da ich durch mehrere ,schnell aufeinander folgende, Ereignisse vor Augen geführt bekommen haben, was mir seit je her eigentlich an einem Menschen wichtig ist. Wie abgedroschen das auch klingt aber wenn ich mich mit jemandem unterhalte und dies eigentlich gar nicht Not tut, wenn man sich nicht erklären muss. Kritisieren könnte man, dass dies schnell sehr arrogant wirken kann, aber ich habe eben auch das Gegenteilige zuletzt erlebt. Wenn man sich ,auch gerne viel, unterhält aber sich in Wirklichkeit gar nichts sagt. Vielleicht ist das nun arrogant wenn ich mit mir selbst abschließe, dass ich diese Menschen nicht in mein Leben "einfügen" kann. Warum sollte ich mich darum also bemühen? Wie lange habe ich das denn nun auch schon versucht, mich in "Kreisen" zu bewegen,  die sich mit meinen Vorstellungen und davon abgesehen mit meinem realen Leben , nicht großartig schneiden. Knackpunkt und Anreiz meiner Besinnung war, dass ich in den letzten Wochen wieder oft im JUZ war. Dies benötigt keine weitere Erläuterung, da die positiven Aspekte daraus klar sein sollten. Negative Aspekte sind z.B. dass ich zu einem versucht habe auf anderen Ebenen zufrieden zu sein. Das hatte zur Folge, dass ich z.B. (einfachstes Beispiel) auf vielen Parties war die mir gar nicht gefallen haben und ich glaubte mir einreden zu können mir der Zeit würde ich auch gefallen daran finden, Gefällt ja auch sonst so vielen Menschen mit denen ich bestens klar komme die ebenfalls die positive Eigenschaft haben, dass man sich ihnen gegenüber nicht erklären muss. Da ist der Punkt bei dem ich vermutete, dass diese Überschneidung mit meinem Leben genügt. Es genügt um das alles nicht unsympathisch zu finden aber die Überschneidung mit meinen Vorstellungen reicht leider nicht um damit glücklich zu werden. Das war der Punkt den ich längere Zeit nicht beachtet habe, dass ich damit nämlich nicht einfach glücklich werden kann. Aber ich habe geglaubt es ginge und habe mir somit vieles eingeredet. So war ich auch der festen Überzeugung, dass sich Sympathien für einen Menschen in starke Zuneigung entwickeln können, wenn ich es nur will. Ohne Frage ich wollte, ich wollte sogar so stark, dass ich wieder den Fehler machte, mir einzureden, dass das mit der Zeit bestimmt kommt. Blödsinn. Diese Person, hatte zwar so viel mit mir gemein, dass die Sympathien ohne Frage selbst verständlich waren, aber das war es dann auch, ich passte nicht in ihr Leben und anders herum genau so.

So haben mich all diese Ereignisse dazu bewegt, mich wieder auf mich zu besinnen und mich danach zu richten. Ich bin nun mal wie ich bin und dass das für manche Personen, Aktivitäten oder was auch immer bedeutet, dass ich sie nicht mehr als nur sympathisch finden kann, werde ich niemals ändern können. Ich muss ja auch gar nicht, denn ich weiß was und wer mich stattdessen glücklich macht/machen kann. Und davon kann ich in letzter Zeit genug genießen, ich sollte mir nur einfach nicht mehr einreden ich könnte anders sein und sollte von Anfang an und grundsätzlich nur auf meinen Bauch hören. Der hat ja immerhin gut an "Überzeugungskraft" dazu gewonnen.

Das ist zum Glück aber nur der kleinste bewegende Teil meines Lebens der letzter Zeit gewesen. Zum Beispiel bin grade überaus zufrieden mit mir, da ich den ,gefühlt, tausensten Angriff auf meine Entwicklung wieder von mir abschütteln konnte. Langsam sollte man glauben, dass es der Gesellschaft endlich mal gelingen sollte, sich von dem Erfolgsdruck zu befreien. Es scheint aber weiterhin, ein Unart zu sein, wenn man nicht weiß wie man denn eigentlich Kariere machen will oder was man mit seinem Leben anfangen möchte. Bzw. weiß ich das ja ganz genau, es scheint in den meisten Augen einfach keine Perspektive zu sein. Aber ich frage mich was es dann ist, denn dies scheint eine weitaus größere Aufgaben, als sich den nächsten Job zu suchen. Das liegt wohl daran, dass die meisten Menschen es gerne so bequem wie möglich haben. Warum also den Kopsteinpflasterweg , der mit riesigen Schlaglöchern gesäumt ist, nehmen wenn man als Alternative eine asphaltierte Straße bin Beschilderung hat?
Den einzigen Stress den ich mir für meine Zukunft mache, mache ich mir aller höchstens selbst, aber nicht weil andere Menschen meine Ziele nicht als solche Ansehen. Welch Irrsinn, da grade jene die Augen am seltensten aufmachen.
Vor zwei Wochen hatte ich Urlaub, und habe mir die Zeit morgens oft mich einem Buch vertrieben. Ich habe den werten Herren zwar schon oft hoch gelobt aber tu es auch bei seinem, mir bekannten, schlechtesten Werk. Es ist mal wieder Paul Auster mit seinem Roman "Die Musik des Zufalls". Vor zwei Wochen habe ich mir eine Seite markiert, weil ich dort etwas als Aufhänger für ein Thema zum schreiben verwenden wollte. Ich weiß ehrlich gesagt mittlerweile nicht mehr warum. Trotzdem zitiere ich: " Er war wieder auf Null, und jetzt war all das vorbei. Denn auch die kleinste Null war ein großes leeres Loch, ein Kreis, der die ganze Welt in sich fassen konnte."
Ich denke mal das war noch Phase in der ich mir sorgen machen könnte, was ist wenn vielleicht in einigen Monate wieder bei Null bin. Aber das ist mir nun zum Glück nicht mehr weiter wichtig.
Ich war gestern mal wieder in Rock City. Wie so oft kam es dann, dass ich auch viele Menschen mal wiedersehe. Das übliche, "na wie geht´s? Was machst du so ?" usw. Meistens interessiert es mich nicht, bei den Ausnahmen, kommt es dann aber immer wieder zu Überraschungen. So bekam ich gestern frontal meine eigene Vorstellung aufgetischt. Eben, dass eine Perspektive doch scheiß egal ist, wenn man mit sich zufrieden ist. Im Gespräch, kamen wir auf unsere liebste Menschengruppe, nämlich solche die nach der Frage was man denn grade so macht mit der frage "Wie?Mehr nicht?" folgen. - Nein ! Kein Deut mehr.
Mir ist der Eintrag schon wieder viel zu lang geraten. Dabei hätte ich noch ein sehr sozialpsychologisches Thema, auf das wir auch gestern im Gespräch kamen. Wir haben tatsächlich mal von verschiedenen Generationen geredet. Mein Gesprächspartner hat ebenso wie ich einen kleinen Bruder, den man schon in eine andere Generation stecken könnte.  Wir waren uns nicht sicher woran es liegt, dass diese "Generation" bei weitem ja nicht weniger sozialkritisch ist als wir damals oder auch nicht weniger die offensichtlichen Kritikpunkte in der Welt sehen. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass mein Bruder mich nicht verstehen würden, wenn ich mich mit ihm über meine Einstellung unterhalten habe. Aber warum, resultiert daraus nichts mehr. Ich weiß, dass das noch lange kein Anzeichen für größeres Engagement ist. Aber wo sind die Kleinstadtpunker heute, wo sind die Revolutionäre von morgen? Sind wir die letzte Generation oder kriege ich das nur nicht mehr mit. Was ist denn der Unterschied zu uns? Unsere erste Idee waren, die Massenmedien, glaubten aber dass dies eine zu einfache Ausrede ist. Aber etwas besseres fällt mir auch nicht ein. Ist das Internet wirklich schuld, dass der Großteil der Jugend die nach uns kommen, mit dem Zufrieden sind was sie haben, dass sie evtl. so weit resigniert haben, dass Wut nichts mehr bedeutet, da man neue Perspektiven auch viel leichter im Internet findet weil die Welt viel bequemer sein kann wenn sie nicht real ist ?
Ich vermute ja irgendwo noch naiv, dass ich das komplett falsch sehe. Dass ich gar nicht mehr den Überblick habe, wie die Generation nach uns aussieht. Ich hoffe.....man kann sie nicht zwingen.

Horizonte erweitern

  • 29. Mär 2009 at 4:31 PM

Auf mich selbst wirke ich derzeitig recht verbittert, ob das nun daran liegt, dass ich meinen Kaffee grade einfach nicht schwarz trinken möchte aber muss oder ob ich mir grade mal mit vorliebe herausnehme auf hohen Niveau mekkern zu können.
Auf hohen Niveau zu mekkern bedeuten in meinem Fall zu glauben, dass aus dem Leben in jeder Situation grade mehr herauszuholen ist. In manchen Fällen halte ich es selbst für albern oder die Verwirklichung zu Besserung ehr zweifelhaft.
Was mich nun aber wirklich verbittert werden lässt ist, dass ich keine Lösungsansätze finde, so sitze ich nun den halben Tag hier und suche Steine zum anstoßen der großen Lawinen, die all die offensichtlichen Möglichkeiten zur Veränderung auch verändern. Ich finde sie aber nicht und so habe ich mich mal wieder in Musik verflüchtet die zu meinem derzeitigen Gefühl passt. Dass mich jedes der Lieder zugleich an eine werte Dame erinnert, für die ich mich sehr freue, dass sie wieder glücklich ist, steht zwar etwas im zwispalt zu meinen verbitterten Gedanken macht das aber nicht unsympathischer die Musik wiedergefunden zu haben. Von "Chaoze One" über "Albino","Nic Knatterton","Koljah" zu "Kaos Kanji" und "Holger Burner" und so weiter uns so fort. Kurz überlegte ich mir ob mich die Musik wütend macht, dass ich grade einfach nicht weiß wo ich den nächsten Schritt zu gehen habe, da sich die Lösungen in den Texten so klar und einfach anhören. Aber das ist ja nun mal nicht die Lösung für alles vor allem nicht gleichzeitig formbar auf meine mögliche Umsetzung.
Zumindest ist mir während des Schreibens eingefallen, welche Projekte anstehen und mir kam die Idee, dass es vielleicht sinnvoll ist mal wieder in kleinen Schritten zu denken auch wenn es erst einmal gar nicht so scheint, dass der nächste Schritt überhaupt irgendetwas ändern könnte. Aber da ich ja grade kollektiv an allem bei mir etwas ändern möchte muss es ja ,egal was ich mache, zu irgendetwas führen. Große Hoffnungen machen dagegen zur Zeit wieder Zeitungsberichte und Nachrichten über die Wut der Gesellschaft. Auch wenn zu spät, sehen zumindest nun auch Gewerkschaften ein, dass die marktwirtschaft so wie sie exsistiert nicht gerecht ist. Ich bin weiterhin gespannt. Vielleicht ist ja auch da einer der Anstosssteine zu finden.
Ja manchmal bin ich gar nicht so doof und wie so oft sind meine Probleme gar keine.

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Zeit die Wände zu gestalten

  • 11. Mär 2009 at 4:33 PM

Es ist schon merkwürdig wie gut gelaunt ich heute bin, obwohl es gar keine Konkreten Anzeichen dafür gibt. Beziehungsweise, müsste das Gegenteilige der Fall sein, ich habe die letzten drei Tage mehr gearbeitet als mir je lieb war, die Nächte sind seit Wochen steig kurz und mein Leben ist unstrukturiert. Leute die sich mit mir auseinandersetzen müssen, wissen was 2009 für mich schon übrig hatte und was ich damit anfangen will. Also warum sollte ich also so grandios fröhlich sein. Dass die Sonne den ganzen Tag schon angenehm scheint, ist vielleicht ganz unwichtig, aber das kann niemals das Ausmaß der Glückseeligkeit sein. Vielleicht ist es der Punkt, dass ich zur zeit genau das tu was will, nichts aber auch gar nichts anderes. Auch wenn schon mal kritisiert wird, dass das was ich tue nicht wirklich erwachsen ist, kann ich die Zweifler vom Gegenteil überzeugen, indem ich alles andere als kindliche Schlüsse ziehe und zumindest in der Hinsicht auf meine Lebenserwartung und Wünsche sehr durchdachte Schlüsse ziehe. Was soll ich also mein Leben mit sogenannten Erfolgen verplanen, wenn ich nicht weiß was mir gefällt und was ich "mal werden" möchte. Was soll ich denn in einer Beziehung, wenn ich eine Beziehung will wie ich sie mir vorstelle ohne großes Tam Tam ohne Stress und sonstigen Sorgen, ich aber nicht glaube ein Frau zu kennen, die da ähnlich denkt wie ich. Ich brauch grade einfach kein Beziehung mit der ich mir mehr Stress machen, als es von Nöten ist, so dass es auf kurz oder lang wieder scheitern wird. Wenn man mir sagt, dass mein Verhalten keinen Schritt nach vorne beinhaltet, dann bin ich da ganz anderer Meinung. Ein Schritt nach vorne wäre für mich z.B. eine Beziehung die sich lohnt. Alles was bis dahin passiert kann somit gar kein Rückschritt sein.
Aber es wäre ja schlimm, wenn mich Solches am meisten beschäftigen würde, dies dient ehr zu Klarstellung, mir ist das seit längerem klar. Daraus resultierte mein großer 2009-Plan.
Derzeitig Beschäftigen mich andere Dinge. So war ich am Wochenende in Hamburg, eine werte Dame besucht die ich dann doch schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen. Ein weiteres Vorhaben war es, mich von dem Plan zu überzeugen, dass es gut ist nach Hamburg zu ziehen. ich mag die Stadt, aber in den letzten 6 Monaten habe ich mich schon sehr in Bremen, viel mehr in´s Viertel verliebt. Oft genug habe ich ja nun schon davon geschwärmt, aber es bietet mir nun mal auch alles wie ich es mir zu Leben vorstelle. Kurz um, ich fühle mich hier wohl und brauche einen guten Grund hier wegzugehen. Der beste Grund ist, dass Flo nach Hamburg will und mir viel daran liegt mit ihm zusammen zu wohnen. Ein weiterer guter Grund könnte sein, dass mir Hamburg vielleicht sogar mehr bieten kann als Bremen, das weiß ich aber nur oberflächlich. Als ich das Viertel nur oberflächlich kannte, ähnlich wie die Schanze, dachte ich mir "klar gehe ich nach Hamburg". Hier aber nun zu wohnen ist etwas ganz anderes. Das wiederum spricht aber auch dafür nach Hamburg zu ziehen, da ich einen richtigen Eindruck wohl nur bekommen wenn ich dort lebe. An den meisten Dingen kann ich mich auch gar nicht stören. ich bin mir natürlich sicher, dass ich auch in Hamburg viele tolle, eindrucksvolle Menschen kennenlernen werde. Was mich aber so ein wenig gegen den Strich geht, ist dass es bedeuten würde dort wieder ein neues Leben aufbauen zu müssen, zwar ist Flo dabei. Aber was ich damit meine, ist dieses angekommen sein, die Kontakte zu haben um auf die meisten Konzerte zu kommen halt für jeden Anlass jemanden kennen der einen weiterhelfen kann. Mal sehen wie ich mich mit dem zufrieden stellen kann. Ich denke mal, ich wage es einfach, denn Zeit werde ich zu Beginn genug habe und verschanzen tu ich mich auf im Schanzenviertel bestimmt nicht, muahaha.
Soviel zu einer meiner kleinen Sorge. Viele der anderen kleinen Sorgen habe ich aber mittlerweile schon zu oft mitgeteilt, lohnt bald nicht mehr. Die ungewollte, unverhinderbaren Vernachlässigung von Freunden usw.
Zur Zeit baut sich dazu noch eine Theorie in meinem Kopf zusammen die beinhalten soll wie unglaublich gleich Frauen und Männer sind wie und warum sich das aber anders auswirkt. Ein Konkreter Anlass ergab sich gestern, auf dem Konzert von "Stanfour" bei uns. Dort waren wie nicht anders zu erwarten viele Frauen, auch in meinem Alter, die ein sehr absurdes Groupieverhalten an den Tag legten. Dass sie sich noch mal schnell nach dem Konzert schminken, das Dekollete zurechtrücken, Tasche und Jacke sicher verstauen damit das nicht getragen werden muss, ist ja recht normal. Aber komisch war es wie lange die dann, in doch recht große Anzahl, vor dem Backstage warteten das irgendwas passiert. ich frage mich darauf hin die ganze Zeit, "Was soll denn in ihren Köpfen nun passieren?" und ob sich die 15 Frauen nicht blöd vorkommen wenn sie nebeneinander in der Reihe stehen und auf Nichts warten?
Ein Satz ist mir heute noch hängen geblieben,als mir ein Arbeitskollege vermittelte, dass seine Tochter auf mich steht, ich ihn dann erklärte, dass ich doch meistens versuche das zu vermeiden und auf Verehrerinnen keinen Wert lege. Darauf hat er etwas gesagt, was mir tatsächlich zu denken gegeben hat. Ungefähr folgendes "Es ist meistens ganz egal wie du bist, es geht doch immer nur darum welche Hoffnungen und Wünsche du wecken kannst. ganz egal ob du nicht das komplette Gegenteil widerspiegelst". Kann Liebe sich darauf reduzieren. Verliebt man sich nur, weil mein einem eine Person über den Weg läuft die in die eigenen Wünsche passt. Möglich !!
Ich schöpfe nun Sinnvolles aus meiner Laune und bespraye meine weißen Wände, werde dann noch gucken ob Menschen beim Punkcafé sind und Menschen dazu aufrufen, dass es Zeit ist die Wände wieder zu gestalten

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Da ich zur Zeit gar nicht so recht zum Schreiben kommen, sondern mich ehr mit anderen Projekten und anderen Aktivitäten dich mich auch auf angenehmer Weise davon abhalten Zeit für das Niederschreiben meiner Gehirnfürze zu finden. Da ich nebenbei aber immer mal wieder dazu komme, diverse Mails zu schreiben oder oftmal auch außerordentlich lustig, interessante und höhst philosophische Schreibdialoge über ICQ zu führen, ergibt es sich, dass ich trotz alle dem meine Gedanken in die Welt hinaustragen kann. Es der aktuellsten Dialoge ereignete sich vorgestern mit einem sympathischen Menschen der sich mit Ähnlichem allerdings ganz anderen Zeug herumschlagen muss bzw. will.
Da ich das bestimmt sogar schon einmal letztes Jahr zum selbigen Zeitpunkt ausformuliert habe, das Thema aber alljährlich aktuell wird, möchte ich einzig und allein, auch auf Grund von Zeitmangel, mich selbst aus dem Dialog zitieren.
Werde aber auch bald wieder zu mehr Gescheibsel komme, habe große Ideen... Auf wiedersehen

Zu Frühlingsgefühle bzw. Gefühle im Allgemeinen :

" Ein Trauerspiel, welches wir alle immer wieder bereit sind mitzuspielen. Grandios.
 Mir ist seit nun geraumer Zeit keine "Beziehung" im leichtesten Sinne, untergekommen, in der alles stimmte. Irgendwo ist doch immer ein Haken. Wenn man jemanden liebt, dann anders herum nicht. Wenn man geliebt wird, dann liebt man eigentlich jemand anderen. Immer nach dem Motte, ich will das was ich grade nicht habe. Keiner bekommt es hin dann über seinen eigenen Schatten zu springen und sich dessen zu freuen was sich im Jetzt ermöglicht. Will wohl auch keiner so wirklich, wir streben immer nach Perfektion und nach dem optimalen Glück."

Menschen können so albern sein
 



Wenn ich liebe, dann liebe ich tief

  • 12. Feb 2009 at 3:18 PM

Aus Russland zurück und bei weitem noch nicht angekommen. Zwar habe ich schon die Eindrücke, des Landes, der Kultur und das nette Miteinander verarbeitet und für die Ewigkeit konserviert und verinnerlicht aber meine Gedanken schwirren noch im Nirvana .Dazu war es eine sehr Erfahrungsreiche und prägende Zeit. Viele Eindrücke waren ähnlich der in Belarus. Der entschiedene Unterschied dazu war , dass man sich oftmals wie ein Diplomat vorkam und definitiv mehr Besprechungen überstehen mussten. Dennoch hatte ich bis jetzt noch nie so mit den Folgen, Gedankentechnisch, zu kämpfen wie dieses mal. Ich möchte dabei gar nicht in´s Detail gehen, aber um mein Dilemma zu schildern brauche ich das auch nicht. Meine Gefühlslage wechselt von euphorischen Frühlingsgefühlen zu tiefer Verwirrung und just die Einsicht, dass man das mit Feiern nicht überspielen kann. Meine Güte bin ich grade verschrotet und trotz dieser Einsicht werde ich heute einen weiteres mal die versuchte Flucht antreten, dann wieder morgen früh aufwachen um zu merken, dass ich mir so oder so auf Dauer in´s eigene Knie schießen muss. Grundlegend geht es um die Frage ob ich meinen Gefühlen nachgehe oder mich wieder auf Eis lege. Denn in der letzten Woche ist mir folgendes passiert. Eine werte Dame hat es geschafft den Eisklumpen Namens Herz aufzutauen. Das bittere daran ist, dass dies seit gut einem Jahr niemand geschafft hat und vor allem selten so einfach und so unmissverständlich. Ich weiß nicht ob ich es mir einrede oder ob das nun einfach die Tatsache ist, aber  es klappte einfach.
Kennengelernt, eine Nacht lang durchgeredet, beieinander wohl gefühlt, angefreundet, restliche Woche freundschaftlich gut verstanden. Dabei war auch nichts, es schien soweit alles klar. Es sollte auf eine gute Freundschaft hinauslaufen. So zumindest, agierte ich und was anderes sollte auch nicht funktionieren. Bis ich dann wieder in Bremen saß und mir das fehlte was die Woche über gegeben wurde. Aber bin mir fast sicher, dass mehr nicht sein darf. Jetzt hatte ich immerhin schon einige Tage zum Nachdenken gehabt und glaube zumindest, dass ich langsam etwas aus den aufgewärmten Gefühlen schöpfen kann. Wiederum kann ich mir auch vorstellen, dass ,egal was ich machen werde, ich mir wieder ins Knie schießen werde. Allerdings sollte ich endlich mal realisieren, dass es nur gut ist wieder Lieben zu wollen, alles andere konnte auch nicht noch ein Jahr so weitergehen, irgendwann wäre ich sonst bestimmt komplett abgestumpft und hätte weiterhin jeder Zuneigung als lästig empfunden. Wäre vielleicht weiterhin mit unbedeutendem Zuneigungsbekennungen von immer wieder relativ unbekannten Bekanntschaften durch Leben gewandert. Soweit bin ich mit meinem Denken allerdings noch nicht vorangeschritten. Was ich dieser Phase allerdings zu Gute halten kann ist, dass ich immer wenn ich total am Rad drehe, wie die letzten 4 Tage, mir andere essentielle Dinge bewusst werden.  Zum Beispiel zu erfahren wo man grade hingehört.
Ich glaube, dass jeder zu bestimmten Zeitpunkten  an einen bestimmten Ort zu sein hat, um sein Leben und das Leben anderer in die richtigen Bahnen zu lenken. Das habe ich dann gestern feststellen können. Für mich passt grade nichts anderes als in Bremen, im Viertel und mit den Menschen im Lagerhaus zu leben.  Solche Entdeckungen macht man dann wenn man versucht vor anderen Dingen zu fliehen. Dort wo man vor dem Fliehen aufgefangen wird, wo man gar nicht erst fliehen muss, sollte man bleiben. Und da werde ich auch erst einmal bleiben und meine Leben mit den Möglichkeiten stärker gestalten. Zumindest da weiß ich, dass ich mit den Menschen an diesen besonderen Ort überhaupt nichts falsch machen kann.

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Was wäre wenn

  • 28. Jan 2009 at 1:24 PM

Diese Überschrift werde ich mit Sicherheit noch mal verwenden. Allerdings für ein komplett anderes Thema, einer der vielen die mir noch im Kopf schwirren.
Nun bezieht es sich aber auf, den Umstand in meinen Kopf in den letzten Wochen. Die Gründe dafür habe ich noch nicht ergründet, aber die Auswirkungen waren folgende. Ich bekomme und bekam meine Gedankenstimme nicht mehr aus den Kopf. Ein permanentes Philosophieren, Nachdenken und vor allem ein kontinuierliches "Was wäre wenn..... ?".  Nicht wie üblich, was wäre wenn dies und jenes anders wäre, sondern was wäre wenn ich das oder jenes machen würde. Einer meiner schönsten, doch recht blödsinnigen Ideen waren: "Was wäre wenn ich ein Drehbuch schreiben würde" Bzw. wie würde ich wohl ein Drehbuch anfangen so, dass es überaus schockierend, tragisch und gesellschaftskritisch ist, dass ich alle Linken der Welt auf meine Seite ziehe, alle Liberalen zu Weißglut bringe und mich alle kapitalistischen möchtegern Demokraten für diesen Welterfolg hassen.
Ich weiß keine ganz leichte Aufgabe, aber wenn ich so ein vorhaben tatsächlich realisieren wollte, dann nur mit diesen Bedingungen. Jeder der mich etwas besser kennt, weiß dann auch, dass ich einen zumindest ansatzweise befriedigenden Plan entworfen haben muss um ruhig schlafen zu können. In dem Fall hatte ich diesen Gedankengang Nachts beim einkaufen. Ich glaube es war kurz nach 11h als ich im SPAR war und mir so dann kein Menü für mein Abendmahl entwerfen konnte. Es war somit auch vollkommen verständlich, dass nach einer halben Stunde ein junger Ladenmitarbeit auf mich angesetzt wurde.
Leider komme ich jetzt nicht dazu, euch meinen grandiosen Einfall zu erläutern. Erstens, weil meine Konzentration schon nachlässt, da ich grade eben einen Sekt zu viel getrunken habe, bei dem Beglückwünschen eines Mitarbeiters der heute 65 geworden ist. Zum anderen,habe ich auch derzeitig mehr zu tun als mir lieb ist, mal abgesehen von der Arbeit. Die dient derzeitig ehr zur Begrenzung meiner Zeit in der ich die wichtigen Dinge erledigen kann. So auch heute. Noch sitze ich hier, muss aber noch einiges erledigen, bis ich heute Abend dann wieder bei einem komischen Psychobillykonzert arbeite.
Ich wollte dennoch wieder mal etwas von mir hören lassen, da es sonst wohl erstmal nicht wieder dazu kommen wird. Meine Woche ist bis auf´s Letzte ausgefüllt und Montag Morgen geht es für mich und andere tolle Menschen nach Russland. Offiziell wird es ein Redaktionstreffen mit den Jugendlichen in Brjansk mit denen wir zusammen eine deutsch-russische Jugendzeitung aufgebaut haben. Die Woche in Russland wird aber wie üblich auch mit anderen Aktivitäten gefüllt sein. Treffen mit Deutschstudenten in Brjansk, Besuch einer Gastfamilie dort usw., usf.
Dass das schon nächste Woche ist kommt mit allerdings nicht so ganz gelegen, da mir die Zeit tatsächlich ein wenig wegrennt. Wenn es doch meine einzige Sorge wäre ein Gastgeschenk und Thermounterwäsche zu kaufen.
Aber nichts da. Dennoch fühle ich mir zur Zeit selten frisch und ausgeglichen, es ist nichts zu spüren von Stress. Vielleicht weil ich es schaffe auch all meinen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen nachzukommen und gerecht viel Zeit für mich finde. Warum aber dennoch meine Gedankenstimme permanent zu hören ist, weiß ich nicht. Es gibt keinen sinnigen Grund.
Wie auch immer, es stört ja kaum. Es bewirkt nur, dass ich auf blödsinnige Ideen komme und meine Menschen verwirre... keiner versteht mich.
Aber primär freue ich mich jetzt auf eine Woche Russland und dann auf alles was mir der Februar dann zu bieten hat. Ich glaube das wird ganz groß. Schließt euch mir ruhig an und teilt die Freude mit mir, es wird unglaublich und seid gefasst auf den März.

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Mein liebste Feind bin ich selbst

  • 8. Jan 2009 at 2:38 PM

Oder 2009 braucht kein Mensch, wird aber spitzenmäßig.
Dass ich seit meinen letzten Eintrag und jetzt einen etwas größeren Zeitraum setzte kommt nicht von ungefähr. Ziemlich genau, seit dem letzten Eintrag bis zu dem heutigen Augenblick, eigentlich war das bis zum letzten Montag Morgen, habe ich mich komplett zerstört.  Und noch nicht einmal dies wirklich wirkungsvoll. Es hat ja schon fast Tradition, dass alle Menschen die ich kenne im Dezember komplett am Rad drehen und den letzten Monat des Jahres gebührend feiern. Der letzte verzweifelte Versuch, dem vorangegangenen Jahr noch etwas Gutes abgewinnen zu können. So stürzte auch ich mich in einen Rausch, der seines Gleichen finden wollte und kein Ende nahm.  Natürlich, gibt es auch diverse andere Umstände. So z.B. dass man den halben Dezember nicht arbeiten muss, dass jeder Hinz und Kunz das Gefühl hat, mal wieder etwas mit Kunz und Hinz zu unternehmen und natürlich ist das schon besiegelte Gefühl der „Festtage“ auch nicht zu missachten. Jede halbwegs interessante Party wird zu einem Ereignis bis früh in den Morgen und jedes Zusammentreffen von mehr als 2 Leuten endet in einem Sauf –oder was auch immer gelage. Was habe ich mir dabei eigentlich gedacht ? Richtig . Nichts und wieder nichts. Ganz vielleicht war es der Wunsch mich auf einen absoluten Nullpunkt wieder zu finden. Höchstwahrscheinlich übertreibe ich sogar aber es gibt genügend Anzeichen dafür, dass ich in letzter Zeit einen stark selbstzerstörerischen Charakter an den Tag legte. In permanenter Dauerschleife redete ich mir ein ich könnte grade nicht glücklicher sein. Der Satz als solches hatte grob gesehen auch seine Berechtigung aber nicht in Ultimativen. Ich war und bin glücklich aber natürlich kann ich in fast jeder meiner Lebenslagen noch glücklicher sein, vieles kann noch besser sein. Ich habe viele Vermutungen warum ich mir das eine oder andere mal selbst in´s Knie geschossen habe und meinen Willen zur Veränderung ignorierte. Die einfachste Erklärung dafür ist wohl schlicht und ergreifend, dass ich Angst hatte, dass irgendetwas wieder nach hinten losgehen könnte, dass ich irgendwie meine neu gewonnenen Gewohnheiten ablegen müsste. Gleichsam bewirkt diese Blockade, dass ich viele Situationen nicht souverän meistere. Ja sicher das ist ganz normal und nicht tragisch. Ich mache es aber zu einer Tragödie indem ich mir einrede ich müsste grade dann wenn mir Dinge wichtig sind meine übliche Schlagfertigkeit, Leichtigkeit und den Blödsinn de ich sonst immer von mir geben kann auch aufbringen. So redete ich mir in kleinen Schritten ein, ich sei abnormal bekloppt, weil mir das Leben und die schönen Dinge des Lebens nicht so einfach zufallen wie im Fernsehen oder das was uns sonst so eingeredet will. Die Folge war, dass ich mich hier und da aufgegeben habe und den Kopf in den Sand steckte. Auf kurz oder lang gesehen, hätte das natürlich auch alles so weiter gehen können. Ich hätte mich einfach weiter sabotieren sollen, mich mit dem zufrieden geben was ich habe und abgestumpft Glückseeligkeit heucheln können. Aber so langsam, bin ich im Neuen Jahr angekommen, sicher das hat keinerlei Bedeutung für mich. Aber im übertragenen Sinne schon, auf Grund der Tatsache, dass sich so oder so für mich dieses Jahr eine Menge ändert wird, ob ich nun will oder nicht. Die Frage die ich mich dann stellen musste, war wie großartig und weitreichend die Veränderungen werden sollen und wie viel ich davon selbst in der Hand haben möchte.
Ich finde die Erläuterung entschädigt dafür, dass ich mich sonst zu meiner Phase noch nicht äußerte.
Ich sage dies zwar jedes Jahr auf´s Neue, aber noch nie war ich mir so sicher. Leute, das wird ein großartiges Jahr.
Nun werde ich anfangen meine ersten Projekte aus dem Energiefluss zu ziehen. Mal schauen wie lange das bis zu meiner nächsten Winterdepressionswelle anhält.  Aber die nächsten Wochen kann ich mich gar nicht wieder runterziehen lassen, Sven und Ana sind seit heute wieder in Schlandianien ich habe wenigstens dieses Monat noch ein wenig mehr Freizeit kann die ausnutzen und alles weitere bringt mir die Zukunft.

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Überraschungen an anderer Stelle

  • 8. Dez 2008 at 7:51 PM

Letzte Woche ist vor meinen Augen folgende Situation abgelaufen:
Bekannter Weise ist derzeitig Weihnachtsmarkt in Bremen, was ein weiterer Grund ist, mich von der Obern -und Sögestraße fern zu halten. Nichts desto trotz musst ich zur Bank und die ist nun mal beim Domshof und ich brauchte noch etwas aus dem Saturn. Es blieb mir also vorerst nichts übrig. Allerdings hätte ich die Aktion lieber auf den Morgen verschieben sollen und nicht nach Feierabend. So kam es, dass ich mich dort noch unwohler und fremder fühlte als ich das in der Gegend dort meistens sonst schon tu. Am Eingang der Loydpassage saß ein älterer Herr und bettelte einen Mann an. Der Mann ,wie in der Einkaufshölle dort zu erwarten ist, legére gekleidet, hatte auch seine noch recht junge Tochter dabei. Der Arsch gab nichts, dabei hätte er mich doch mal wirklich überraschen können. Ich wümschte mir dann, dass seine Tochter es gesehen hätte, dass zumindest ich etwas gab. Denn folgende Worte richtete sie an ihren Vater :" Papa ? Warum kannst du dem Mann denn nicht etwas von deinem Geld geben? " darauf er plump :" Das vestehst du nicht" 
Viele gute Dinge fallen mir jetzt ein, die ich beim vorbei gehen gerne an die Tochter gerichtet hätte. Mit dem Vater hätte ich auch jetzt keine Lust zu reden. Das versteht er nicht.
Darauf hin habe ich mir vorgenommen, meine Gedanken zu der Situation in Worte zu fassen aber vor allem über meine Theorien warum, aus Kindern, die noch solidarische, soziale Werte kennen irgendwann traurig anmutende Erwachsene werden.
Aber ich hänge mit meine Gedanken in der Luft. Ich versteh das einfach nicht.
Da erfreut wiederum ein solcher Feierabend wie heute. Wenn doch recht viele Menschen ihren Wut auf die Straße tragen. So dass man wieder merkt, dass man nicht alleine ist mit seiner Wut im Bauch, wenn in Griechenland ein Jugendlicher durch die Waffe eines Polizisten stirbt.
Dazu kommen noch viele weitere Eindrücke und Situationen in der letzten Zeit die mich überraschen und aus denen ich, seien sie nun negativ oder postiv, eine Menge Energie ziehen kann.
Selbst wenn der Tag damit anfängt, dass man bei Schließen der Haustür, auf dem Weg zur Arbeit, von seinem Vater angerufen wird, der es sich nicht nehmen lässt mich in kontinuierlichen Abständen zu enttäuschen. Dann kann ich trotzdem mit einen Lächeln an meiner Zigarette drehen und weitergehen. Dazu war dann der Tag, der Abend zuvor schön genug um das zu kompensieren. Eigentlich nicht, denn von meinem Vater enttäuscht zu werden überrascht mich nicht, tut somit nicht mehr weh. Ebenso stetze ich nicht auf Überraschungen wenn ich in sympathischer Gesellschaft einen verschlafenden Sonntag bei einem Cocktail ausklingen lasse, das verhilft mir nur Montag morgens nach dem Aufstehen lächelnd durch die Straßen zu gehen. Das allerdings überrascht mich dann doch wieder.
Ich nutze meine Energien nun um weiterhin für Überraschungen zu sorgen, erst dann macht mir das Leben irgendwie Spaß.

Der zwei bis 20zeiler am Mittag. Grade wach und im Prinzip auch wieder weg.
Lustige Tage in letzter Zeit. Mittwoch Tomtekonzert, Donerstag mal wieder einen guten Poetry Slam und eine sehr lange Nacht, Selenk kann das nachvollziehen. Gestern bei einem gutes Konzert gearbeite und noch lange, lange mit fast allen Kollegen Spaß gehabt.
Tomte finde ich jetzt noch ein bisschen besser. Nicht nur weil sie die wohl zwei besten Dinge die Bremen aufweisen kann, besungen haben, nämlich Sven Regener und Werder Bremen, sondern weil sie live auch einfach besser sind. Das kann ich mittlerweile nicht von jeder Band behaupten. Dass sie nun Sven Regener besingen ist klar, da sie unter anderem auch zu ihrer Anfangszeit Vorband von Element of Crime waren, Werder haben sie aber mit folgender Einleitung "gehuldigt" :" Wir hatten nie den Anspruch eine sehr politische Band zu sein, aber das hat uns sehr beeindruckt. Dass die Werder-Fans im letzten Spiel geschlossen, gegen die Gruppe Nazis in ihrem Block wehrte und sie somit aus dem Stadion bringen ließ. Für uns war es das schönste Ereignis im Fussbal in den letzten 5 Jahren."
Ich weiß, da geht nicht jedem das Herz auf. Mir schon ;) 
Aber zum Glück gehen mir bei noch viel mehr Dingen das Herz auf.
Was noch zu sagen bleibt.......
- Ich sehe nach Nächten ohne schlaf meistens noch fitter aus, als nach Nächten wo ich mich ausgiebig ausruhen konnte.
- Ich habe einen sehr merkwürdigen Bartwuchs. Seit 2 Wochen nicht rassiert und das Reslutat ist folgendes ( auch der Beweis für die relative frische am Morgen )
Bin dann weg. 


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